Richtfunkverbindungen, die Entfernung, Wetter und Datenbedarf realistisch einplanen
Wir verbinden Gebäude, Hallen und Außenbereiche, wenn Kabelwege fehlen, zu teuer oder nur mit großem Aufwand herstellbar sind.
Eine sichtbare Gegenstelle allein garantiert noch keine stabile Funkstrecke.
Fresnelzone, Störungen, Montage, Kapazität und Wetterreserve entscheiden über die nutzbare Verbindung.
Richtfunk kann schnell und wirtschaftlich sein, benötigt aber sorgfältige Planung. Bäume, wachsende Vegetation, Metall, bewegliche Hindernisse oder ungeeignete Montagepunkte können eine zunächst gute Verbindung später beeinträchtigen.
Wir prüfen Strecke, Datenbedarf, Netztrennung, Stromversorgung und Befestigung. Nach der Installation werden Signalqualität und realer Durchsatz gemessen und als Ausgangswert für das Monitoring dokumentiert.
Sichtverbindung ist mehr als ein freier Blick
Neben der direkten Linie zwischen zwei Antennen muss auch die Fresnel-Zone ausreichend frei bleiben.
- Standort AMontagehöhe, Strom, Netzwerk und Blitzschutz
- FunkstreckeEntfernung, Frequenz, Reserve und Störeinflüsse
- FreizoneGelände, Bäume, Gebäude und zukünftiges Wachstum
- Standort BAusrichtung, Befestigung und Übergabe ins Zielnetz
Was eine belastbare Funkstrecke benötigt
Streckenprüfung
Sichtlinie, Fresnelzone, Entfernung und mögliche Veränderungen werden am Standort bewertet.
Kapazität
Kameras, Arbeitsplätze, Telefonie und Backups bestimmen Durchsatz und Reserven.
Frequenzplanung
Umgebung und Störquellen werden gemessen, bevor Kanalbreite und Frequenz festgelegt werden.
Robuste Montage
Mast, Halterung, Ausrichtung, Blitz- und Überspannungsschutz werden passend geplant.
Netztrennung
Die Funkstrecke transportiert nur die vorgesehenen Netze und erhält sichere Verwaltungszugänge.
Monitoring
Signal, Fehler, Auslastung und Geräteverfügbarkeit werden beobachtet und mit Ausgangswerten verglichen.
Wo Richtfunk besonders häufig hilft
Nebengebäude
Halle, Lager oder Werkstatt benötigen Netzwerk, ohne dass ein geeigneter Leitungsweg besteht.
Temporärer Standort
Eine zeitlich begrenzte Fläche soll ohne Tiefbau zuverlässig angebunden werden.
Redundanter Weg
Eine zweite Verbindung soll einen kritischen Leitungsweg sinnvoll ergänzen.
Von der Sichtprüfung zur gemessenen Strecke
Bedarf klären
Standorte, Anwendungen, Bandbreite, Schutzbedarf und Ausfallszenarien werden definiert.
Strecke prüfen
Sicht, Hindernisse, Funkumgebung, Montage und Stromversorgung werden vor Ort bewertet.
Installieren
Komponenten werden ausgerichtet, abgesichert, segmentiert und dokumentiert.
Abnehmen
Signal, Durchsatz, Stabilität und Monitoring werden unter realer Last geprüft.
Fragen zu Richtfunk
Wie weit kann eine Richtfunkstrecke reichen?
Das hängt von Sichtlinie, Frequenz, zulässiger Leistung, Antennen, Datenrate und Umgebung ab. Eine seriöse Planung beginnt mit dem konkreten Standort und nicht mit einer pauschalen Reichweite.
Funktioniert Richtfunk auch bei Regen?
Passend dimensionierte Strecken berücksichtigen Wetterreserve. Frequenz, Entfernung, Ausrichtung und verfügbare Signalreserve bestimmen, wie robust die Verbindung bleibt.
Ist Richtfunk so sicher wie ein Kabel?
Die Übertragung kann stark verschlüsselt und der Verwaltungszugang geschützt werden. Physische und funkbedingte Eigenschaften unterscheiden sich dennoch von einer Leitung und müssen bewusst bewertet werden.
Kann Telefonie über Richtfunk laufen?
Ja, wenn Latenz, Stabilität, Priorisierung und Reserve zur Anwendung passen. Die Strecke sollte unter realer Belastung geprüft und überwacht werden.
Ein Funklink ist Teil des Netzes, kein isoliertes Zubehör
Segmentierung, Administration, Monitoring, Überspannungsschutz und Ersatzweg gehören in dieselbe Planung wie Antennen und Signalstärke.
Welche Gebäude oder Flächen sollen verbunden werden?
Wir prüfen Strecke, Anwendungen und Montagebedingungen direkt vor Ort.
