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E-Rechnung 2027: Die IT-Checkliste für Unternehmen

Die Übergangsfristen laufen. Jetzt sollten Empfang, Prüfung, Übergabe, Berechtigungen, Archivierung und Notfallbetrieb als durchgängiger Prozess funktionieren.

Kurzantwort: Die E-Rechnung ist kein Dateiformat-Projekt, sondern ein Prozessprojekt. Legen Sie fest, über welche Kanäle Rechnungen ankommen, wie strukturierte Daten geprüft und weitergegeben werden, wer Fehler bearbeitet und wie Originaldaten nachvollziehbar aufbewahrt werden.

Warum 2026 das Jahr für den Praxistest ist

Seit dem 1. Januar 2025 wurde die E-Rechnung für Umsätze zwischen inländischen Unternehmen eingeführt. Für die Ausstellung bestehen Übergangsregelungen. Laut Bundesfinanzministerium können Rechnungsaussteller bis Ende 2026 weiterhin andere Rechnungsformen nutzen; bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro kann sich diese Frist bis Ende 2027 verlängern. Auch bestimmte EDI-Verfahren können noch bis Ende 2027 übergangsweise verwendet werden.

Diese Übergänge sollten nicht dazu verleiten, die technische Umsetzung aufzuschieben. Unterschiedliche Lieferanten, Formate, Portale und Buchhaltungssysteme müssen im Alltag zusammenarbeiten. Fehler fallen am besten auf, solange noch Zeit für Korrekturen bleibt.

Die sieben Punkte Ihrer IT-Checkliste

1. Empfangskanäle festlegen

Definieren Sie zentrale Adressen, Portale oder Schnittstellen. Vermeiden Sie, dass Rechnungen dauerhaft in persönlichen Postfächern einzelner Mitarbeiter liegen bleiben.

2. Strukturierte Formate verarbeiten

Prüfen Sie, welche Formate Ihre Buchhaltungs- und Dokumentensysteme unterstützen. Eine einfache PDF-Datei ist grundsätzlich keine strukturierte E-Rechnung. Der maschinenlesbare Datensatz muss erhalten und verarbeitbar bleiben.

3. Sichtprüfung und Validierung trennen

Eine lesbare Darstellung hilft Menschen; die technische Validierung prüft Struktur und Pflichtfelder. Beide Schritte haben unterschiedliche Aufgaben und sollten dokumentiert sein.

4. Freigabeprozesse abbilden

Wer prüft sachlich, wer gibt frei, wie werden Abweichungen behandelt und wie gelangt die Rechnung in Zahlung und Buchhaltung? Berechtigungen sollten Funktionen folgen, nicht Bequemlichkeit.

5. Originaldaten und Bearbeitungsschritte aufbewahren

Archivieren Sie nicht nur eine erzeugte Ansicht. Strukturierte Originaldaten, relevante Anhänge und nachvollziehbare Bearbeitungsschritte müssen entsprechend Ihrer steuerlichen und organisatorischen Vorgaben verfügbar bleiben.

6. Sicherheit und Datenschutz berücksichtigen

Rechnungen enthalten Konten, Ansprechpartner und Leistungsdaten. Schützen Sie Empfang, Transport, Zugriffe und Backups. Kontrollieren Sie externe Portale und Dienstleister vertraglich und technisch.

7. Ausfall und Vertretung testen

Was passiert, wenn das Portal, die Schnittstelle oder der zuständige Mitarbeiter ausfällt? Definieren Sie Ersatzwege und dokumentieren Sie, wie Rückstände erkannt und nachgearbeitet werden.

Häufige Fragen

Ist eine PDF-Rechnung bereits eine E-Rechnung?

Eine einfache PDF ist nach der gesetzlichen Definition grundsätzlich keine strukturierte E-Rechnung. Entscheidend ist ein strukturiertes elektronisches Format, das eine automatisierte Verarbeitung ermöglicht.

Bis wann gelten Übergangsregelungen?

Nach den BMF-Informationen gelten für die Ausstellung Übergangsregelungen bis Ende 2026; für bestimmte Rechnungsaussteller mit einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro bis Ende 2027. Prüfen Sie den Einzelfall mit Ihrer Steuerberatung.

Welche Aufgabe hat die IT?

Die IT stellt sichere Empfangswege, strukturierte Übergaben, Berechtigungen, Protokollierung, Verfügbarkeit und eine passende Aufbewahrung der Daten sicher.

Offizielle Quelle

Dieser Beitrag behandelt technische und organisatorische Aspekte und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.

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Orientierung

Eine E-Rechnung durchläuft mehr als den Posteingang

Empfang, Prüfung, Verarbeitung, Archivierung und Ausfallvorsorge müssen technisch und organisatorisch zusammenpassen.

  1. EmpfangFormate und Eingangskanäle kontrollieren
  2. ValidierungLesbarkeit, Struktur und Plausibilität prüfen
  3. FreigabeZuständigkeit und Prüfweg abbilden
  4. VerarbeitungBuchhaltung und Schnittstellen anbinden
  5. ArchivierungNachvollziehbar aufbewahren und wiederfinden
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