Cyber Resilience Act 2026: Jetzt Meldewege und Produktprozesse vorbereiten
Ab September 2026 greifen erste Meldepflichten. Hersteller vernetzter Produkte sollten Rollen, Produktinventar, Schwachstellenmanagement und sichere Updatewege jetzt belastbar organisiert haben.
Warum die Vorbereitung nicht bis 2027 warten kann
Der Cyber Resilience Act ist als EU-Verordnung direkt anwendbar. Das BSI nennt September 2026 als Beginn der Meldepflichten für Schwachstellen und Vorfälle; die übrigen Anforderungen gelten ab Dezember 2027. Wer erst dann Produktübersichten, Kontaktwege und Updateprozesse aufbaut, kann Meldungen und technische Bewertungen kaum fristgerecht und konsistent leisten.
Sechs konkrete Vorbereitungsschritte
1. Produkt- und Rollenregister aufbauen
Dokumentieren Sie Produktvarianten, Softwarestände, Komponenten, Verantwortliche, unterstützte Laufzeiten und Vertriebsrollen. Ein Produkt ohne eindeutige technische Identität lässt sich später nur schwer bewerten oder gezielt aktualisieren.
2. Schwachstellenmeldungen erreichbar machen
Richten Sie einen beobachteten Kontaktkanal für Sicherheitsmeldungen ein. Definieren Sie Triage, Rückfragen, Priorisierung, Eskalation und eine verantwortliche Freigabe für externe Kommunikation.
3. Komponenten und Abhängigkeiten kennen
Pflegen Sie nachvollziehbar, welche Bibliotheken, Betriebssysteme, Firmware-Module und externen Dienste in einem Produkt verwendet werden. So kann eine neue Schwachstelle gezielt gegen betroffene Versionen geprüft werden.
4. Sichere Updates planen
Updates benötigen Integritätsschutz, klare Versionierung, geeignete Verteilung und einen Rückfallweg. Prüfen Sie, wie Geräte mit schlechter Verbindung, langen Offline-Zeiten oder besonderen Betriebsbedingungen sicher aktualisiert werden.
5. Vorfall- und Meldeprozess üben
Spielen Sie einen Fall durch: Eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle betrifft mehrere Produktversionen. Wer bestätigt die Betroffenheit? Wer bewertet Schwere und Verbreitung? Wer meldet, informiert Kunden und veröffentlicht Abhilfen?
6. Nachweise aus dem Entwicklungsprozess sichern
Bedrohungsmodelle, Sicherheitsanforderungen, Prüfungen, Entscheidungen, Schwachstellenbehandlung und Updatehistorie sollten versioniert und nachvollziehbar bleiben. Dokumentation ist kein Nachtrag, sondern Teil des Produktlebenszyklus.
Was SCREENUS technisch beitragen kann
Wir unterstützen bei Produkt- und Systeminventur, sicherer Netzwerk- und Updatearchitektur, Schwachstellenprozessen, Protokollierung, technischen Tests und Notfallabläufen. Eine formale Konformitätsbewertung oder Rechtsberatung ist davon zu unterscheiden und mit den dafür zuständigen Stellen abzustimmen.
Häufige Fragen
Für wen ist der Cyber Resilience Act relevant?
Der CRA richtet sich vor allem an Hersteller sowie weitere Wirtschaftsakteure digital vernetzter Produkte. Rolle, Produktart und Ausnahmen müssen im Einzelfall geprüft werden.
Was beginnt im September 2026?
Nach den BSI-Informationen greifen ab September 2026 Meldepflichten für aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Sicherheitsvorfälle.
Ist eine technische Prüfung durch SCREENUS eine CRA-Zertifizierung?
Nein. Wir können technische Bestandsaufnahme, sichere Architektur, Schwachstellenprozesse und Dokumentation unterstützen. Erforderliche Konformitätsbewertungen sind gesondert zu klären.
Offizielle Quelle

Produktsicherheit über den gesamten Lebenszyklus
Der Cyber Resilience Act verbindet Entwicklung, Schwachstellenbehandlung, Dokumentation und Meldewege.
- Rolle klärenHersteller, Importeur, Händler und Produkt einordnen
- Risiken bewertenAngriffsflächen und Sicherheitsanforderungen erfassen
- Sicher entwickelnVorgaben, Prüfungen und Komponenten steuern
- Schwachstellen behandelnMeldungen, Updates und Kommunikation organisieren
- Nachweise pflegenEntscheidungen und Konformitätsunterlagen aktuell halten
Was soll Ihre IT als Nächstes besser können?
Beschreiben Sie uns kurz Ihre Situation. Wir ordnen gemeinsam ein, was dringend ist, was sinnvoll ist und womit Sie beginnen sollten.
